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Während der eigenen Schullaufbahn wird das Thema „Referate halten“ immer wichtiger. Da dieses Thema vielen Schülern Probleme bereitet, wollen wir mit diesem Ratgeber versuchen, das Thema auf eine einfache und verständliche Art und Weise zu erklären.

Einführung

Als erstes sollten wir klären, was das Wort „Referat“ denn überhaupt bedeutet. Das Wort „Referat“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „er möge berichten“ (von referere = berichten, mitteilen). Ein Referat ist also ein Vortrag, der von jemandem gehalten wird.

Thema/Problem erfassen

Meistens bekommt man zu einem Referat ein Thema bzw. Problem vorgegeben, über das man halten soll. Wenn man ein Thema bekommt, sollte man sich erst einmal die Aufgabenstellung genau durchlesen. Es gibt nämlich im Grunde genommen drei Arten von Aufgabenstellungen:

ein Problem ist vorgegeben: In diesem Fall wird erwartet, dass man das Problem, aber auch die Ursachen, Auswirkungen und mögliche Lösungen erklärt.
eine Frage ist vorgegeben: Hierbei wird ganz klar erwartet, dass man eine Antwort findet! Aber Achtung: Oft gibt es keine eindeutige Antwort, dann bitte bedenken, dass man auch auf andere Ergebnisse eingeht!
ein strittiger Sachverhalt ist zu beurteilen: Hierbei soll man möglichst objektiv beide Seiten beurteilen.

Das Referat immer so aufbauen, wie es die Aufgabenstellung verlangt.

Informationen sammeln

Nachdem das Thema geklärt ist und man weiß, was die Aufgabenstellung verlangt, geht es nun an das Sammeln von Informationen.

Für das Sammeln von Informationen gibt es leider kein Patentrezept, aber man sollte immer als erstes nachsehen, ob nicht das zu behandelnde Thema in einem der Schulbücher vorkommt. Ist das nicht der Fall, dann sollte man Lexika, Fachliteratur und das Internet benutzen.

Schon beim Sammeln sollte man darauf achten, dass man die Informationen auch selber versteht. Denn wenn man die Informationen schon selber nicht versteht, werden die Zuhörer es auch nicht verstehen!

Hinzu zum Sammeln von Informationen kommt noch, dass man sich immer notiert, woher man die Informationen hat, also Quellenangaben macht. Quellenangaben haben, wie folgt, auszusehen:

Bei Buchquellen:

Bei Internetquellen:

Da viele Websites im Internet sehr kurzlebig sind, ist es ganz wichtig, den Stand der Seite, auf die man sich bezieht anzugeben, denn es kann sein, dass es die Seite zum Zeitpunkt des Vortrags schon gar nicht mehr gibt und nun ein ganz anderer Inhalt auf der Seite zu finden ist.

Beim Sammeln von Informationen immer darauf achten, dass diese für einen selber verständlich sind. Außerdem immer die Quellen notieren, von denen man die Informationen hat.

Informationen auswerten

Meistens hat man nach dem Sammeln erstmal einen riesen Berg von Informationen vor sich liegen. Aus diesem Grund sollte man sich alle Informationen noch einmal genauestens ansehen und dann entscheiden, ob man sie wirklich für sein Referat weiterverwenden will. Man sollte auch auf schwer erklärbare Informationen verzichten, wenn es dem Referat nicht schadet.

Beim Auswerten von Informationen auf solche verzichten, die nicht zwingend notwendig für das Referat sind.

Referat vorbereiten

Mit den wichtigen Informationen geht es nun daran das eigentliche Referat, also den Vortrag, vorzubereiten. Da ein Referat freigehalten werden muss, empfiehlt es sich als kleine Hilfe Karteikarten (im Format DIN A 5 oder DIN A 6) mit Stichwörtern zu beschriften und durchzunummerieren. Wichtige Stichwörter kann man, wenn man möchte, auch farbig gestalten.

Nach dem Beschriften der Karteikarten steht schon mal fest, in welcher Reihenfolge man das Referat vortragen möchte. Nun muss das Vortragen des Referats geübt werden. Man kann es entweder alleine tun, indem man es sich selbst vorträgt oder mit anderen zusammen, indem man es ihnen vorträgt.

Beim Üben entwickelt man immer wieder neue Ausformulierungen und umso öfter man übt, umso besser werden diese. Beim Üben sollte man unbedingt darauf achten, dass man bei seinen Ausformulierungen folgende Regeln einhält:

kurze und einfache Sätze verwenden.
Begriffe und Fachausdrücke müssen unbedingt erklärt werden, wenn man sich nicht sicher ist, ob ein Begriff bekannt ist, sollte man nicht zögern nachzufragen.
lange Aufzählungen unbedingt vermeiden.
schwierige Sachverhalte mehrmals und anhand von Beispielen erklären.

Es ist von großer Bedeutung, dass man diese Regeln einhält, weil man bei einem Referat immer „Eigenwerbung“ für sich betreibt, dass soll heißen, dass man versucht, den bestmöglichen Eindruck bei seinem Publikum zu hinterlassen. Deswegen ist es auch ganz wichtig, frei zu sprechen, weil man, wenn man alles nur abliest, die Zuhörer langweilt und meistens auch noch verwirrt.

Beim Üben des Vortragens die vier grundsätzlichen Regeln beherzigen und viel üben, denn Übung macht den Meister!

Referat halten

Nun ist der große Moment endlich gekommen: Man soll das Referat halten. Meistens hat man ein bisschen Lampenfieber, aber wenn man gut geübt hat, kann nichts schief gehen.

Wenn man technische Hilfsmittel benutzt, sollte man überprüft haben, ob sie auch wirklich funktionieren. Man kann zwar wenig dafür, wenn zum Beispiel der Videorekorder kaputt ist, aber so etwas hinterlässt auf jeden Fall einen schlechten Eindruck.

Beim Vortragen darauf achten, dass man folgende Regeln einhält:

Laut sprechen, damit alle etwas mitbekommen.
Langsam und deutlich sprechen.
Floskeln wie „ach ja“, „ähm“, „also“, „genau“, „ok“ und „keine Ahnung“ vermeiden!
Unbewusste Bewegungen wie das Herumhantieren mit einem Stift oder Gegenständen in der Hosentasche vermeiden.

Vor einem Vortrag immer überprüfen, ob alle Hilfsmittel funktionieren, um keinen schlechten Eindruck zu hinterlassen. Außerdem die vier Regeln beachten, damit es ein gelungener Vortrag werden kann.

Tipps und Tricks zum Referate halten

Die Tafel, ein nicht zu unterschätzendes Hilfsmittel

Die Tafel ist, man glaubt es kaum bei der ganzen Technik von PowerPoint und Co, ein sehr nützliches Hilfsmittel. Schreiben Sie bei Ihrem nächsten Vortrag doch einfach mal Ihre Gliederung an die Tafel. So können Sie Ihrem Publikum ganz leicht zeigen, über welchen Punkt Sie gerade reden. Außerdem: Die Nutzung einer Tafel funktioniert im Gegensatz zur Technik immer, vorausgesetzt Sie haben ein Stück Kreide zur Hand!

Lampenfieber, aber was tun?

Ganz einfach: Nehmen Sie das Thermometer aus dem Mund! Und nun im Ernst: Kommen Sie zu Ihrem Vortrag etwas früher, so können Sie einige Ihrer Zuhörer schon einmal begrüßen, denn es ist immer einfacher vor „Bekannten“ als vor Fremden zu reden. Das Wichtigste ist natürlich, dass Sie Selbstvertrauen zu sich haben. Denn haben Sie gewusst, dass Sie Lampenfieber nur haben, weil Sie Ihren „Job“ besonders gut machen möchten? Also Glück auf – Sie schaffen das!

Bitte kein „1… 2… 3… Test, Test, Test… ah, jetzt klappt’s!“

Sollten Sie ein Mikrophon benutzen, dann seien Sie bitte vorbereitet und haben dieses vor Ihrem Vortrag richtig mit den Lautsprechern abgestimmt! Beim Anfang Ihres Vortrags festzustellen, dass das Mikrophon nicht richtig funktioniert, sorgt nicht nur für peinliche Reaktionen, sondern ist auch noch sehr unprofessionell! Und eines noch: Sollten Sie in Ihrem Vortrag aus welchen Gründen auch immer klatschen müssen, so klatschen Sie bitte nicht ins Mikrophon!

#E-Learning #Lernen

24. Mai 2018